DAS Monatsblatt für Quickborn, Q-Heide, Q-Renzel, Ellerau, Hasloh, Hemdingen, Bilsen
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Monatsarchive: Januar 2021

Das neue Jahr steht bei vielen Menschen ganz im Zeichen der guten Vorsätze: Gesünder leben und essen, mehr Bewegung sind nur einige der Dinge, die sich auch die Quickborner wieder zum Jahreswechsel vorgenommen haben. Doch durch den erneuten Lockdown stehen viele auch vor der Frage, wie sie sich und ihrem Körper etwas Gutes tun können. Eine gute Nachricht: Die Einrichtungen der Grundversorgung – dazu gehören medizinische Behandlungen im Bereich Hand- und Fußpflege ebenso wie Ergo- oder Physiotherapien – haben weiterhin geöffnet. Doch auch mit etwas Kreativität kann jeder etwas für seine Gesundheit tun. Wie wäre es mit einem Ernährungs- oder Sportratgeber aus der lokalen Buchhandlung – oder mit einem leckeren Tee aus dem Reformhaus? Trotz des Lockdowns bieten viele Einzelhändler die Möglichkeit von Bestell-, Abhol- und Lieferservices, um den Quickbornern auch in herausfordernden Zeiten ein Stück Normalität, Genuss und Lebensfreude zu geben. Wie wäre es also mit einer Runde  coronakonformem Window Shopping in der Innenstadt?

Wir wünschen unseren Lesern einen guten und gesunden Start in das neue Jahr!

Ihr blickpunkt quickborn Team   

Das Corona-Jahr 2020 war für die Freibäder trotz guten Wetters ein ernüchterndes Jahr. Das zeigte die Bilanz der Freibäder in Quickborn und Ellerau. Während in der Eulenstadt rund 22.700 Badegäste – im Jahr 2019 waren es fast 47.000, im Jahr davor sogar nochmal 11.000 mehr – die Badesaison nutzten, verzeichnete das Ellerauer ungefähr 18.000. Das waren 22.000 weniger als noch im vergangenen Jahr. Die Ursachen liegen auf der Hand: Mehraufwand, vor allem aber auch der umständliche Prozess, Tickets reservierung zu müssen oder Anmeldeformulare auszufüllen und damit eine Absage an den spontanen Freibadbesuch machten die Saison zu einem echten Rohrkrepierer. Auch Sicherheitskontrollen beim Einlass sorgten dafür, dass sich viele Einwohner gegen die Abkühlung im Freibad entschieden und ihre Freizeit lieber anders gestalteten. Die Kosten für Personal und Heizung sind allerdings gleich geblieben. Beide Gemeinden, die ein ordentliches Defizit eingefahren haben, hoffen nun auf eine bessere Saison 2021; Quickborn hat immerhin kräftig investiert und es wäre schön, wenn sowohl die neuen Strandkörbe als auch das Baby- und Kleinkinderschwimmbecken dann auch genutzt werden könnten.

Wohnungslosigkeit: Ellerau kooperiert mit Diakonie

Wohnungslosigkeit ist trotz des relativen Wohlstands in unserer Gesellschaft weiterhin ein Thema. So auch in der Gemeinde Ellerau. Zwar seien die Fallzahlen, bei denen drohende Wohnungslosigkeit oder Obdachlosigkeit abgewendet werden mussten, im niedrigen einstelligen Bereich, trotzdem erfordert jeder einzelne Fall viel Arbeit und Engagement. Ein Engagement, das die Kapazitäten des Willkommensteams der kleinen Gemeinde übersteigt. Deshalb kooperiert Ellerau jetzt mit der dem Diakonischen Werk in Quickborn. Denn die Diakonie bietet unter anderem die Soziale WOhnraumhilfe an, die künftig auch von Ellerauer Einwohnern kostenlos in Anspruch genommen werden kann. Christian Rohde, Leiter der Werkstatt in Quickborn, betonte, dass die Sozialarbeit der Diakonie auch während des Lockdowns weitergeht. Vorsichtsmaßnahmen und Abstandsregeln sowie telefonische Terminabsprachen machen eine sichere Beratung weiterhin möglich, wenn auch nicht mehr im gesamten Umfang. Das Angebot richtet sich an alle, auch Geflüchtete, die von Wohnungslosigkeit bedroht sind.

Ein Abriss ist zwar nicht vom Tisch, aber nach Auszug der letzten Mieterin haben sich Christiana Lefebvre, Jens-Olaf Nuckel und Theodor Hildebracht des alten Waagehauses am Quickborner Himmelmoor angenommen. Dafür wollen sie unter den Quickbornern Menschen gewinnen, die mit Tatkraft, Kreativität und Fachwissen eine Sanierung ermöglichen können. Die Unterstützung der Politik scheinen sie dafür zunächst zu haben, allerdings will die Stadt nun erst einmal ein statisches Gutachten in Auftrag geben. Denn das mehr als 120 Jahre alte Haus ist im Laufe der Zeit ziemlich abgesackt, und auch ansonsten eine „harte Nuss“, was die Instandsetzung angeht. Ein Café könnte dort entstehen. Architekt Jens-Olaf Nuckel, der auch Vorsitzender des Vereins Henri-Goldstein-Haus ist, weiß, dass die Sanierung viel Arbeit bedeutet, bei der er und seine Mitstreiter bestenfalls begleiten und untrestützen können.
Wie eine solche Aktion aussehen kann, steht noch nicht fest, aber ein Trägerverein könnte eine Lösung sein. Wer das historische Haus erhalten und tatkräftig dabei mithelfen möchte, kann sich mit Theodor Hildebrecht in Verbindung setzen. Er ist erreichbar per E-Mail an th.hildebrecht@web.de oder telefonisch unter der Nummer (04106) 9757275.

Von Ellerau nach Henstedt-Ulzburg: Vorerst kein Radweg

Seit fast 40 Jahren bemüht sich Ellerau darum, einen Radweg entlang der Kreisstraße 24 (K24) von Ellerau nach Henstedt-Ulzburg zu errichten. Doch das Projekt ist wie verhext. Zwar bestand die Gemeinde beim Neubau der Autobahnbrücke am Kadener Weg auf die Erweiterung durch einen Radweg – und zahlte diesen auch -, doch dieser ist bis heute nicht nutzbar, da eine Fortführung vor und hinter der Brücke fehlt. Das Projekt schaffte es damit sogar ins Satire-Magazin Extra3. Dich was absurd-witzig für die Zuschauer war, ist für die Radfahrer weiterhin en Ärgernis, denn sie müssen auf der Straße fahren. Ein weiterer herber Rückschlag folgte nun: Der Kreis Pinneberg kpndigte an, die Bemühungen um einen Radweg auf Eis zu legen. Als Grund nannte er überzogene Forderungen von Anwohnern, die für die Errichtung des Radwegs Streifen ihrer Grundstücke abtreten müssten. Auch nach monatelangen Verhandlungen sei es nicht zu einer EInigung gekommen. Die für den Bau eingeplanten 900.000 Euro würden nicht erneut in den Haushalt eingestellt. Elleraus Bürgermeister Ralf Martens (BVE) will die Bemühungen der Gemeinde allerdings forsetze – immerin sei Ellerau bereits in Vorleistung gegangen und habe Gelder für Vorbereitung und Planung investiert, die sonst verloren wären.

Entfernte Verkehrsschilder sorgten für Verwirrung

Jeden Tag fahren wir an zig Verkehrsschildern vorbei, die wir meistens nur unterbewusst und damit ganz automatisch zur Kenntnis nehmen. Wenn sich aber etwas ändert, gerät die Sicherheit abhanden: Das zeigte zuletzt die Entfernung von drei „Achtung, Vorfahrt gewähren!“-Schildern an der Marienhöhe. Bei einer der regelmäßig stattfindenden Verkehrsschauen in der Stadt hatten die Teilnehmer nämlich schon vor einem Jahr festgestellt, dass die Schilder eigentlich überflüssig waren. Die Sachlage ist (eigentlich) klar: Wer aus einer der Stichstraßen kommt, die auf die Marienhöhe führen, muss warten. Denn die Marienhöhe hat Vorrang. Doch nach der unangekündigten Entfernung kam es hier und da zu Verwirrungen, Vorfahrtsvergehen oder gegenseitigem Anhupen. Wer sichergehen will, erkennt die weiter bestehende Vorfahrtregelung auch daran, dass die Zubringerstraßen einen abgesenkten Bordstein haben, somit haben den Charakter von Grundstückszufahrten. Autofahrer, die von hier auf die Marienhöhe fahren wollen, müssen also Vorfahrt gewähren.

Bauhof-Kosten noch viel höher als gedacht

Fast 90 Prozent mehr: Statt der für die neuen Büro- und Sozialräume auf dem Gelände des Quickborner Bauhofs eingeplanten 500.000 Euro braucht die Stadt jetzt nochmal rund 450.000 Euro mehr. Erstaunlich, war die Containeranlage doch eigentlich ein recht übersichtliches Projekt, das nun allerdings vollkommen aus dem Ruder zu laufen scheint. Die ursprünglich als Block geplante Anlage muss (der Blickpunkt berichtete) unter anderem aus Gründen des Brandschutzes nun quasi „auseinandergenommen“ werden, sodass einzelne räumliche Elemente auf dem Bauhof entstehen. Eine dadurch notwendig gewordene Treppe sowie Wärmedämmunsmaßnahmen lassen die Kosten noch einmal ansteigen. Vor allem von der FDP hagelte es dafür Kritik, mit einem Antrag auf Untersuchung der bisherigen Vorgänge bei der Bauhof-Neuplanung und Erstellung sind die Liberalen allerdings zwischenzeitlich gescheitert.