DAS Monatsblatt für Quickborn, Q-Heide, Q-Renzel, Ellerau, Hasloh, Hemdingen, Bilsen
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Reetkate in Ellerau

Zuletzt sorgte eine große alte Eiche für Diskussionen, die auf dem mit einer Reetdachkate bebauten Grundstück am Berliner Damm steht. Der Baum, der als ortsprägend gilt, sollte geschützt werden, aber eine entsprechende Satzung gibt es in der Gemeinde Ellerau nicht. Besorgte Stimmen aus der Politik wurden laut, dass der Baum – ebenso wie eine alte Rotbuche auf dem Grundstück – einem Investor zum Opfer fallen könnte, denn die alte Kate sollte zwangsversteigert werden.
Ellerau hat das Problem jetzt kreativ gelöst: Kurzerhand ersteigerte sie das Grundstück samt Kate und Bäumen.
Was nun damit passieren soll, ist noch offen. Das Haus, das um 1910 gebaut worden sein soll, ist in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Es werde also viel Mühe, Arbeit und vor allem Geld kosten, sie instandzusetzen. Dennoch ist Bürgermeister Ralf Martens (BVE) überzeugt, dass man eine geeignete Verwendung für das alte Kleinod finden wird. Inzwischen hat die Gemeinde damit begonnen, auf dem Grundstück „aufzuräumen“. Keine Sorge, die Bäume blieben stehen, aber Hecken und Büsche wurden gestutzt, sodass Spaziergänger und vorbeifahrende Autofahrer die kleine Kate jetzt in ganzer Pracht bewundern können.

Sportlerehrung: Bewerbungen noch bis 15. März

Im vergangenen Jahr lief so einiges nicht wie geplant, und so fiel auch die für Mai angesetzte Sportlerehrung 2019 der Stadt Quickborn ins Wasser. Dieses Jahr startet sie allerdings einen neuen Versuch: Für Mittwoch, den 2. Juni 2021, hat die Stadt den Termin angesetzt, um herausragende Leistungen Quickborner Sportler und Sportlerinnen im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2020 zu ehren.
Noch bis zum 15. März können sich sportlich aktive Quickbornerinnen und Quickborner melden, auch wenn sie in einem nicht ortsansässigen Verein tätig sind. Geehrt werden 1. Plätze bei Landesmeisterschaften, Norddeutschen Meisterschaften sowie Deutschen Meisterschaften. Auch 1. bis 8. Plätze in Europa- und Weltmeisterschaften werden berücksichtigt. Unerheblich dabei ist, ob die Siege allein oder in Gruppe erreicht worden – nur professionelle, also Berufssportler, sind von der Bewerbung ausgeschlossen. Meldungen sind bis zum oben genannten Einsendeschluss bei der Stadt Quickborn, Fachbereich Bildung, Jugend und Kultur, Kultur und Freizeit, Rathausplatz 1, 25451 Quickborn oder per E-Mail an veranstaltungen@quickborn.de einzureichen. Für Rückfragen steht Nicole Münster unter Telefon (04106) 611144 zur Verfügung.

Wer hätte das gedacht? Nachdem die weiße Weihnacht (mal wieder) ins Wasser fiel, überraschte uns der Februar mit einem Winter, wie er im Märchen nicht schöner hätte sein können. Klirrende Kälte, eisig-filigrane  Kristallkunstwerke an den Zweigen, Eiszapfen an den Dächern und nicht zuletzt: eine riesige Menge Schnee! So konnten die Kinder, die aktuell oftmals auf Kontakte und Spielkameraden verzichten mussten, mit ihren Familien rodeln, Schneeschlösser und Schneemänner bauen. Und das taten sie auch: Überall in Quickborn und Umgebung standen die weißen, kugeligen Gestalten mit Zweigärmchen und Kohleknöpfen, und hier und da sogar mit  Karottennase. Auch Spaziergänge im Sonnenschein und im frisch gefallenen Schnee waren in den vergangenen Tagen ein wahrer Genuss, gerade dann, wenn noch nicht viele Menschen auf den Beinen und die eigenen Fußspuren die einzigen auf einer großen, weißen Winterdecke waren. Und weil es heißt: „Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist“, verabschiedete sich der Winter so schnell, wie er gekommen war, und machte nach einem ausgiebigen Schneefall anstandslos dem Frühling Platz. Wo neulich noch Schneemänner ihr Gesicht in die Sonne reckten, sprießen schon bald die Krokusse. Haben Sie es gemerkt? Draußen ist es schon wieder viel länger hell.

Bühnenreif will wieder proben.

Proben können sie in der aktuellen Situation noch nicht, aber das nächste Skript liegt bereits parat: Die Theatergruppe „Bühnenreif“, eine Sparte der Ellerauer Volkshochschule (VHS), brennt darauf, endlich wieder vor Publikum zu spielen. Spätestens am 13. August soll es so weit sein, wenn es nach Leiterin Bibi Maaß geht. „Ich vermisse den lebendigen Austausch mit den Bühnenreifen, das gemeinsame Lachen, die Proben, die Aufregung und das Lampenfieber“, sagt Maaß über die aufgezwungene Untätigkeit, die sie und ihre Schauspielkollegen aufgrund der Kontaktbeschränkungen und Distanzgebote wie viele andere gerade aushalten müssen. Und so fiebern sie schon den Proben entgegen, denn das neue Stück „Endstation Himmelreich“ will schließlich auch angemessen präsentiert werden. Eine Parabel auf unser aller Leben mit dem Virus solle es sein, sagt die Regisseurin, denn auch im Stück selbst geht es um Menschen, die unter schwierigen Bedingungen (allerdings nicht auf Distanz, sondern zusammengepfercht in einer Anstalt und ohne Kontakt zur Außenwelt) unbedingt ein Theaterstück zu inszenieren.
Die Truppe hofft jetzt auf Lockerungen zum Sommer hin, damit sie nicht nur bald wieder proben, sondern auch ihren Zuschauern ein Stück Kultur und Normalität zurückgeben können, wenn es endlich wieder heißt: „Vorhang auf!“

Freilaufende Hunde gefährden die Wildtiere

Immer wieder kommt es zu Wildschäden durch freilaufende Hunde in Quickborn, Ellerau oder in den umliegenden Gemeinden. Nicht selten sind hetzende Hunde auch die Ursache dafür, dass beispielsweise Rehe auf die Straße laufen und es dann dort zu Wildunfällen mit Autos kommt. Viele Hundehalter scheinen nicht zu wissen, dass in Schleswig-Holstein eine ganzjährige Leinenpflicht herrscht. Nicht umsonst heißt es in Paragraf 17 des Waldgesetzes für das Land Schleswig-Holstein: „Nicht gestattet ist die Mitnahme von Haustieren mit Ausnahme angeleinter Hunde auf Waldwegen“ über die Benutzung von Wäldern durch Spaziergänger, um sich zu erholen. Anders als in anderen Bundesländern ist es dabei in Schleswig-Holstein egal, ob sich Hundehalter mit ihren Tieren in Wald, in Naturschutzgebieten, im Moor, auf Deichen oder zum Beispiel im Nationalpark Wattenmeer aufhalten – überall gilt eine Leinenpflicht während des gesamten Jahres, nicht nur zur Brut- und Setzzeit. Jagdvorsteher und Förster aus den Gemeinden appellieren deshalb an die Tierhalter, ihre Hunde nicht frei laufen und wildern zu lassen. Um Hunden Freilauf zu ermöglichen, ohne andere Wildtiere zu gefährden, gibt es an verschiedenen Orten sogenannte Freilaufgehege, an denen Hunde von der Leine gelassen werden.

Waldschule Quickborn Neubau und Altbau

Ein Richtfest gibt es aufgrund der durch die Corona-Pandemie angespannte Lage nicht – trotzdem schreiten die Bauarbeten bei der geplanten Um- und Neugestaltung der Grundschule Waldschule im Ortsteil Quickborn-Heide unerlässlich fort. Zum Halbjahreswechsel 2021/2022 soll der Neubau auf dem Schulgeöände an die Schule übergeben werden. Wer sich für den Baufortschritt interessiert, kann diesen in einzelnen Videos auf der Homepage der Stadt Quickborn verfolgen. Dort stellt die Stadt regelmäßig Dateien unter „Stadtentwicklung“ im Bereich „Aktuelle Projekte – Sanierung Waldschule“ ein.
Einige alte Gebäude müssen dem Neubau weichen: So sind die als „Pavillons“ bekennten achteckigen Klassenzimmer aus Holz, durch die in den 90er Jahren der Schulkomplex erweitert wurde, nun hinfällig. Der große Neubau, der akuell gebaut wird, beherbergt zukünftig nicht nur Klassenräume, sondern auch eine Mensa sowie einen Musikraum. Das alte Hauptgebäude, das der Waldschule ihre unverwechselbaren Charakter gibt, bleibt aber aus Denkmalschutzgründen erhalten.

Hier geht es zu den Videos: https://www.quickborn.de/Stadtentwicklung/Aktuelle+Projekte/Sanierung+Waldschule.html

Corona-Hilfe ist wieder im Einsatz

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Corona-Hilfe in Quickborn sich ehrenamtlich engagiert, um Menschen bei der Erledigung von Einkäufen oder beispielsweise der Betreuung von Tieren zu helfen – auch der Gabenzaun am Justus-von-Liebig-Ring war gut angenommen worden. Aufgrund der neuerlichen Lockdown-Regelungen haben die Mitglieder nun ihre Arbeit wieder aufgenommen, das berichtete der Sprecher Günter Wambach. Wer Hilfe braucht, der kann sich unter Telefon (0162) 7517854 mit seinem Anliegen melden.