DAS Monatsblatt für Quickborn, Q-Heide, Q-Renzel, Ellerau, Hasloh, Hemdingen, Bilsen
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Caritas und Diakonie – Hand in Hand in der Flüchtlingshilfe

titelbild574Dass die Aufnahme und Betreuung von Asylsuchenden in Quickborn so reibungslos und vorbildlich funktioniert, ist auch ein Verdienst des Diakonischen Werks und der Caritas. Ein Grund des Erfolges ist auch, dass beide Institutionen sich nicht als Konkurrenz ansehen – im Gegenteil. Gerade dadurch, dass beide Parteien ihre Stärken einbringen und sich gegenseitig optimal ergänzen, hat die Arbeit in der Flüchtlingshilfe in Quickborn geradezu Vorbildcharakter. Zwar kümmern sich mittlerweile 130 ehrenamtliche Quickborner um 360 Flüchtlinge, aber die Anforderungen nehmen immer mehr zu. Deshalb hat die Stadt Quickborn zum 15. April 2016 mit dem Caritasverband Schleswig-Holstein und dem Diakonischen Werk einen zusätzlichen Kooperationsvertrag zur
Erweiterung des Betreuungs- und Beratungsangebotes in der Flüchtlingsarbeit abgeschlossen. Dadurch konnten sowohl das Diakonische Werk als auch der Caritasverband zwei zusätzliche hauptamtliche Kräfte einstellen. Richard Döbler von der Caritas und Christian Rohde von der Diakonie stellten jetzt die neuen Mitarbeiter vor. Christian Chinery kümmert sich vor allem um die Unterstützung der Ehrenamtlichen, während Richard Döbler die Flüchtlinge berät. Dabei geht es um Beratung bei Anträgen und die Organisation von Übersetzungen. Beide Mitarbeiter werden
auch zusammen in der Konfliktberatung eingesetzt. Allerdings läuft der Vertrag nur bis Ende des Jahres. Wie es 2017 weitergeht, ist noch offen. Bürgermeister Köppl sieht das Land in der Pflicht, finanzielle Unterstützung zu leisten. Der Bürgermeister merkte an, dass die Leistungsgrenze der Kommunen irgendwann erreicht ist. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund beklagt einen deutlichen Anstieg der Aufwendungen für junge Flüchtlinge. Besonders die Aufwendungen für die Betreuung der Minderjährigen seien eine enorme Belastung. „Das Land ist in der Pflicht,
jetzt aktiv tätig zu werden“, so Köppl.

 

 

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