Nach der Wahl ist vor der Wahl
Liebe Leserinnen und Leser,
Quickborn hat gewählt, aber noch ist offen, wer in Zukunft die Geschicke der Eulenstadt lenkt. Amtsinhaber Thomas Köppl erhielt bei der Wahl zum Bürgermeister am 8. Mai 39,6 Prozent der Stimmen. Mehr als 50 hätte er gebraucht, um das Rennen um den Chefsessel im Rathaus beim ersten Wahlgang für sich zu entscheiden. Da hat jetzt allerdings Thomas Beckmann noch ein Wort mitzureden. Der liberale Herausforderer bekam 34,2 Prozent. Er ist dem Christdemokraten, Köppl, damit dicht auf den Fersen, wenn es am 29. Mai in die Stichwahl geht. Der Sozialdemokrat Dr. Tim Stoberock ist mit 26,2 Prozent der abgegebenen Stimmen aus dem Rennen. Entscheidend bei dem zweiten Urnengang wird sein, wie sich die Wählerinnen und Wähler aus den Lagern der Grünen und der Sozialdemokraten jetzt positionieren und ob es den Kandidaten gelingt, ausreichend Bürgerinnen und Bürger nochmal zu mobilisieren. Denn die Wahlbeteiligung lag mit 59,5 Prozent schon beim ersten Mal nicht so hoch, wie sich das eine demokratische Gesellschaft wünschen dürfte. Unsere Redaktion möchte Sie daher ermutigen, von Ihrem Recht auf Mitbestimmung Gebrauch zu machen und Ihre Stimme abzugeben. Seien Sie damit auch ein Vorbild für die junge Generation. Am 8. Mai machten immerhin 24.499 Jugendliche in Schleswig-Holstein zum ersten Mal ein Kreuzchen auf den Wahlzetteln. Den Heranwachsenden ist in dieser Ausgabe ein großer Teil gewidmet. Auf unseren Seiten „Ausbildung vor Ort“ stellen wir Euch einige großartige Ausbildungsbetriebe in und um Quickborn vor, die zum Sommer noch freie Plätze in höchst spannenden sowie zukunftsweisenden Berufsfeldern besetzen möchten. Wir wünschen Ihnen
und Euch viel Spaß beim Durchblättern.
Ihr Team vom blickpunkt quickborn

nach wie vor erschüttern uns die Bilder, die uns täglich aus der Ukraine erreichen. Auch wenn wir das weltpolitische Geschehen nicht beeinflussen können, gibt es enorm viel, das den Menschen zugutekommt, die gerade unter den furchtbaren Ereignissen leiden, und es trägt vielleicht dazu bei, ihr unsagbares Leid wenigstens etwas abzumildern. Nehmen wir die Welle des Mitgefühls und der Hilfsbereitschaft, die über unser Land schwappt, als ein Zeichen für Hoffnung und Zuversicht dafür. Auch in Quickborn und Umgebung ploppten in kürzester Zeit an vielen Stellen Hilfsangebote oder Symbole der Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine auf. Bei einer dieser Aktionen entstand unser Titelbild. Fotograf ist Jarik Foth, der seine Schulkollegen im Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium im Rahmen einer „Friedenszeit für die Ukraine“ ablichtete. Der Schülersprecher sagt dazu: „Wir zeigen, dass wir nicht nur zusehen, sondern für ein Land, dem es so viel schlechter geht, als wir es uns vorstellen können, zusammenstehen. Es geht um ein Zeichen der Hoffnung, die wir allen Flüchtenden vermitteln können und wollen, und es geht um ein Zeichen von Einheit und Miteinander.“ Viel besser könnte man wohl nicht ausdrücken, was viele von uns gerade fühlen. Wo und in welcher Form Hilfe gerade stattfindet, lesen Sie in dieser Ausgabe. Hinweisen möchten wir auf das Angebot des Telekommunikationsunternehmens tel.quick, das auf alle Gebühren für Gespräche aus seinem Festnetz in das ukrainische Fest- und Mobilfunknetz verzichtet. Auf der Internetseite der Stadt Quickborn gibt es einen Link für alle diejenigen, die Wohnraum anbieten können. Direkt darunter finden Geflüchtete und Menschen, die Hilfe leisten wollen, ausführliche zweisprachige Informationen mit vielen Links und Ansprechpartnern des großartigen Netzwerkes in und um Quickborn. Für gezielte Hilfe für die Menschen, die gerade bei uns ankommen, sammelt der Verein Quickborn hilft über ein Sonderkonto mit dem Stichwort: Ukrainehilfe bei der VR Bank, IBAN: DE09 2219 1405 0057 6555 22 Geldspenden. Ein Team der Hilfsorganisation ist am Sonntag, 3. April beim Quickborner Sternritt für die Ukraine auf dem Rathausplatz vor Ort. Nach unseren Informationen hat für die Aktion auch Quickborn-hilft-Mitglied und NDR-Moderator Carlo von Tiedemann seinen Besuch angekündigt.